Privatpraxis für Psychologische Psychotherapie
Kurzübersicht: Psychotherapieverfahren im Vergleich
Verhaltenstherapie (VT)
Untersucht, wodurch psychische Beschwerden entstehen und aufrechterhalten werden. Auf Grundlage eines individuellen Störungsmodells werden konkrete Ziele und passende Interventionen vereinbart. Dazu gehören beispielsweise das Erproben neuer Verhaltensweisen, die Überprüfung belastender Bewertungen und der Aufbau von Bewältigungsfähigkeiten.
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP)
Behandelt aktuell wirksame unbewusste Konflikte und strukturelle Schwierigkeiten (Gefühle, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Beziehungsgestaltung etc.). Biografische Erfahrungen und die therapeutische Beziehung helfen, gegenwärtige Beschwerden bewusst zu machen, zu verstehen und zu bearbeiten. Die Behandlung konzentriert sich auf ausgewählte Konflikte und fokussierte Ziele.
Psychoanalyse/analytische Psychotherapie (PA)
Bearbeitet unbewusste Konflikte und überdauernde Persönlichkeits- und Beziehungsmuster. Besonders deren Wiederholung in der therapeutischen Beziehung wird gemeinsam untersucht. Gegenüber der TP zielt sie auf eine noch umfassendere Bearbeitung der zugrunde liegenden psychischen Struktur. Sie findet meist zwei- bis fünfmal wöchentlich statt, häufig im Liegen auf einer Couch ohne Blickkontakt zum Therapeuten und kann bis zu 300 Sitzungen umfassen.
Systemische Therapie (ST)
Die systemische Therapie betrachtet psychische Beschwerden im Zusammenhang mit sozialen Beziehungen und wechselseitigen Einflüssen. Sie hilft, belastende Interaktions-, Deutungs- und Erlebensmuster zu verändern und vorhandene Ressourcen zu stärken. Die Behandlung kann einzeln oder gemeinsam mit wichtigen Bezugspersonen, etwa Partnern oder Familienangehörigen, stattfinden. Auch in der Verhaltenstherapie und der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie können Angehörige einbezogen werden. In der systemischen Therapie prägt die Betrachtung des sozialen Beziehungsgefüges jedoch das gesamte Behandlungskonzept – auch im Einzelsetting.